Nicht täglich, aber bereits mehrmals in der Woche lese ich die Aktualitäten „Home“ auf LinkedIn und muss feststellen, immer wieder dieselben Themen, immer wieder dieselben Glückwünsche, immer wieder dieselben Gratulationen, immer wieder dieselben Kommentare. Sind das Zeichen von Selbstwertverlusten? Oder grenzt das bereits an eine Form von Exhibitionismus? Können wir nicht mehr von Face to Face kommunizieren? Da stellt sich bereits die Frage – wann endet dieser Hype und der anonyme Dialog findet wieder real statt zu Gunsten der Zwischenmenschlichkeit?
Die einen höre ich nun bereits sagen: musst es ja nicht lesen oder liken etc. – stimmt!
Für mich sollte LinkedIn die Plattform sein, die die Verbundenheit mit den Kontakten sicherstellt und zudem neuestes aus deren Fundus berichtet. Allenfalls könnten sich daraus auch neue Kontakte entwickeln, die wiederum fachliches Know-how einbringen. Was mir aber fehlt, sind konstruktive Kritiken.
Das überschwängliche Schulterklopfen und gratulieren zu bestandenen Prüfungen ist meines Erachtens ein Akt, der breit gestreuten „man ist dabei und andere machen es ja auch“. Mehr Wirkung und Bewunderung zur Motivation hätte die persönliche Gratulation.
Bitte mehr Mut auch zu Kritik und zur direkten Zwischenmenschlichkeit
