
Selbstkenntnis – eine wesentliche Kompetenz
In welchem Fachbereich und welcher Position du aktuell Verantwortung trägst, spielt keine Rolle, deine Selbstkenntnis ist stets ein wesentlicher Schlüsselfaktor für deine Handlungskompetenz und auch für die erfolgreiche Teamzusammenarbeit.
Selbsterkenntnis – eine Reise zu sich selbst
Die „Selbstreflexion“ – ist eine mentale und spirituelle Selbstbeobachtung der eigenen Gefühle, Träume und Ideen. Dabei werden eigene vergangene Erfahrungen und Erwartungen oftmals zu Bedürfnissen an die Zukunft. Selbstreflexion erfordert die Fähigkeit, sich selbst aus der Metaebene zu betrachten, um Selbsterkenntnis zu erlangen. Der Sinn und Zweck der Selbstreflexion besteht darin, durch Erkenntnisse neue Perspektiven aufzubauen und diese auch als Lernprozess in den Alltag zu integrieren.
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt. Ghandi
Der Selbstkenntnisbericht – ein Spiegelbild deines ICH
Der Selbstkenntnisbericht zielt auf eine intensive Auseinandersetzung mit den konditionierten Handlungen und Selbstverständlichkeiten ab, die der Alltag mit sich bringt. Diese Auseinandersetzung erfordert Mut und Akzeptanz, auch gegenüber persönlichen Grenzen. Unerwünschte Verhaltensweisen führen dabei meist zu einem kritischen Dialog mit sich selbst. Ein konstruktiver Dialog mit sich selbst kann zu einer Entwicklungsperspektive führen, in der der strategische Nutzen von Stärken und der Umgang mit Schwächen zu einem Wachstumsschritt wird. In einem weiteren Schritt erhält die Vorstellung vom Selbstbild, beeinflusst durch das Fremdbild Klarheit über das eigene Wirken und Sein. Selbst die Erkenntnisse aus der Reflexion zur persönlichen Entscheidungsfindung können das persönliche Handlungsvermögen und das zukünftige Verhalten massgebend beeinflussen, oder steuern.
Der Weg zur Selbstkenntnis
Auf deinem Weg zur Selbstkenntnis kreuzen viele Methoden und Ansätze deinen Weg. Wichtig dabei sind tägliche Selbstbeobachtungen, Feedback aus deinem Umfeld, die nonverbale Kommunikation und die Meditation zur Steigerung der Reflexion. Dabei erhält auch die körperorientierte Wahrnehmung einen besonderen Fokus.
Neben den oben genannten Ansätzen ist auch das Brainstorming ein Ansatz für den Selbstkenntnisbericht.
Aspekte der Selbstreflexion
Zu den Selbstkompetenzen gehören:
Bereitschaft zur Selbstentwicklung, Leistungsfähigkeit, Lernfähigkeit und -bereitschaft, Offenheit, Risikobereitschaft, Belastbarkeit, Glaubwürdigkeit, Emotionalität, Flexibilität sowie Bereitschaft zur Selbstentwicklung.
Zu den Umsetzungskompetenzen gehören:
Entscheidungsfähigkeit, Tatkraft, Optimismus, Beharrlichkeit, Mobilität und Initiative
Zu den fachlichen und methodischen Kompetenzen gehören:
Fachwissen, Allgemeinwissen, organisatorische Fähigkeiten, Sprachkenntnisse, unternehmerisches Denken und Handeln, Methodenkompetenz, analytisches Denken, konzeptionelle Fähigkeiten, Zusammenhänge von Wechselwirkungen erkennen und verstehen, Kreativität und Innovationsfähigkeit.
Zu den sozialen und kommunikativen Aspekten gehören:
Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Konfliktlösungsbereitschaft, kulturelles und interkulturelles Verständnis, Ambiguitätstoleranz, Empathie
Die Qualität des Selbstkenntnisberichts
Nicht der Umfang des Selbsterfahrungsberichts ist entscheidend für seine Qualität, sondern vielmehr der Inhalt, dessen Struktur und der Bezug zur eigenen Persönlichkeit. Die Selbsterfahrung, die Auseinandersetzung mit praktischen Gegebenheiten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse bzw. die kritische Reflexion bilden die Grundlage für neue Perspektiven und Veränderungen. Diese müssen dokumentiert sein!
Aus dem Bericht muss der eigene Prozess mit allen zeitlich kritischen Situationen nachvollziehbar erkennbar werden. Die persönlichen Ergebnisse mit den Umsetzungspotenzialen (nicht Konjunktiv) und Massnahmen in den Handlungsoptionen bilden die Qualität der Entwicklung.
Es geht um das persönliche Fazit, die Beurteilung der Zielerreichung, das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen. Deutlich erkennbar muss die Analyse vom Selbstbild zum Fremdbild stattgefunden haben. Ebenso muss das Kennen der eigenen Grenzen und des Entscheidungsverhaltens ersichtlich sein. Zudem muss der Umgang in Frustrationssituationen und die Verhaltensweisen in Fehlersituationen und Problemen, erkennbar sein. Die gelebten und gewünschten Werthaltungen müssen klar erkennbar und beschrieben sein.
Konkrete Beispiele aus dem zeitlich nahen Lebensbereich, ob beruflich oder privat, spielen im Selbsterfahrungsbericht eine wesentliche Rolle. Die Fähigkeit, das eigene Verhalten zu reflektieren und Erkenntnisse zu gewinnen, muss ebenfalls dokumentiert werden. Der Bericht zeigt auf, wie unwirksame Verhaltensgewohnheiten konkret verändert werden und welche persönlichen Ziele sich daraus ergeben. Der Zusammenhang zwischen den persönlichen Beispielen und dem Fazit der Erkenntnisse muss erkennbar und rational begründet sein.
Zu sich selber kommt man nur auf Umwegen. Paul Richard Luck
Mehr dazu auch auf der nächsten Seite: „Die Checkliste zum Selbstkenntnisbericht„
